Nähanleitung Overall Ulani

Nähanleitung Overall Ulani

Der Overall Ulani ist ein weiteres Schnittmuster, das in der Zusammenarbeit mit Manu, alias @emilea entstanden ist. Die tiefen V-Ausschnitte im Vorder- und Rückenteil fallen bei Ulani sofort ins Auge, ebenso wie die körpernahe Passform durch Taillen- und Brustabnäher. Wir haben den Overall mit 3 Längen ausgestattet - lang, 7/8 und eine Shorts Version. 

Seitenlänge der Hose in der langen Variante = 107 cm

in der 7/8 Variante = 91 cm

in der Shorts Variante = 45 cm

Ulani wurde in dieser Anleitung aus einer Bambus Webware genäht.

→ Zum Schnittmuster “Ulani”

Benötigtes Material:

Wir empfehlen dir einen fließenden, aber nicht zu dünnen Stoff, wie Crepe, Twill oder eine Viskose/Polyester Mischung.

Größen 34-42

  • lange Version - Oberstoff          2,40 m      140 cm breit
  • 7/8 Version     - Oberstoff          2,30 m      140 cm breit
  • kurze Version - Oberstoff          1,80 m      140 cm breit

Größen 44-50

  • lange Version - Oberstoff          2,80 m     140 cm breit
  • 7/8 Version     - Oberstoff          2,70 m     140 cm breit
  • kurze Version - Oberstoff          2,00 m     140 cm breit

Größen 34-50

  • Nahtreißer 1x 35 cm lang
  • Formband  1 m, 12 mm breit

 

Zuschnitt:

Schneide die Schnittteile aus deinem Oberstoff und aus Einlage zu. Lege den Stoff mit der rechten Stoffseite nach oben. Die Schnittteile sollten alle mit der Schrift nach oben aufliegen. Richte den Fadenlauf-Pfeil stets bei allen Teilen in die gleiche Richtung aus und parallel zur Webkante des Stoffes. Übertrage alle Knipse aus dem Schnittmuster durch einen 3mm langen Einschnitt mit der Schere oder mit Kreide. Markierungen definieren Positionen von Abnäherendungen, Taschenpositionen, u.v.m. Übertrage diese entweder mit Kreide oder Stecknadeln. Alle Oberstoffteile, die komplett mit Einlage beklebt werden, schneidest du am besten erst grob zu. Nachdem du die Einlage fixierst hast, schneide sie exakt aus. Hier gibt es auch ein Video über kleben und fixieren von Schnittteilen.

Du benötigst aus Stoff:

  • 2x Hinterhose gegengleich
  • 2x Vorderhose gegengleich
  • 1x Vorderteil im Bruch
  • 2x Rückenteil gegengleich
  • 2x Taschenbeutel gegengleich
  • 1x Gürtel im Bruch
  • 2x Schrägband Armloch im schrägen FDL

außerdem mit Einlage:

  • 1x Beleg vorn im Bruch
  • 2x Beleg hinten gegengleich
  • 1x Ausschnittspitze

außerdem mit Formband:

  • 1x Ausschnitt Beleg vorn
  • 2x Ausschnitt Beleg hinten
  • 2x Taschenbeutel Tascheneingriff linke Stoffseite

Nähanleitung:

Für das Nähen dieses Overalls benötigst du eine Nähmaschine und eine Overlock-Nähmaschine, alternativ dazu den Zickzack-Stich deiner Nähmaschine zum Versäubern der Schnittkanten.

Wenn du einen Reißverschluss benutzt, brauchst du auch das passende Nähfüßchen für deine Nähmaschine. Die bunten Linien auf den Bildern zeigen dir zusätzlich zur Beschreibung, an welchen Stellen eine Naht zu nähen oder etwas zu kleben ist.  

Achte beim Nähen auf die im Schnitt enthaltene Nahtzugabe. Nicht extra gekennzeichnete Nahtzugaben sind 1cm breit!  

Viel Spaß beim Nähen!

Beginne deinen neuen Jumpsuit mit der Verarbeitung der vorderen Eingriffstaschen. Lege die Taschenbeutel rechts auf rechts auf die Vorderhosen und nähe sie zusammen.

Anschließend werden die Nahtzugaben flachgesteppt. Diese Methode erleichtert nicht nur das finale Ausbügeln sondern bewirkt auch, dass der Taschenbeutel, wenn er nicht extra abgesteppt wird, sich automatisch nach innen legt und nicht hervorrollt. Nur der Taschenbeutel wird knapp Kante auf die Nahtzugaben gesteppt.

Hier siehst du ein Detailfoto einer flachgesteppten Naht.

Verstürze und bügle den Taschenbeutel nach innen um und lege ihn rechts auf rechts im Umbruch unter den Tascheneingriff. Nähe anschließend den Beutel zu und versäubere die Schnittkanten zusammen.

Die Falte in der Vorderhose sicherst du dir mit einer Hilfsnaht.

Nachdem du die vorderen Taschen verarbeitet hast, kannst du  beide Vorderhosen rundherum versäubern.

Jetzt legst du beide Vorderhosen rechts auf rechts aufeinander und schließt ca. 10cm die vordere Schrittnaht nach unten, so kannst du das Vorderteil später besser ansetzen und beides aneinander nähen. Bügle die Nahtzugaben auseinander.

Weiter geht es mit dem Abnähen der Taillenabnäher. Ein einfacher, gerader Abnäher wird, nach dem exakten Übertragen des Schnittmusters und die Markierung genau beachtend, auf der linken Seite des Stoffes, Knips auf Knips, von der breitesten Stelle zur Spitze hin schön auslaufend (damit der Abnäher nicht tütet) geschlossen und vernäht. Zeichne dir vorher eine Linie mit der Schneiderkreide ein, damit du nicht zu viel oder zu wenig abnähst und die Seitennaht schön gerade abschließt.
Damit du an der Spitze nicht verriegeln musst, kannst du den letzten Zentimeter mit ganz kleinem Stich nähen. Den Abnäherinhalt bügelst du zur vorderen Mitte.

Auch der vordere Brustabnäher muss verarbeitet werden. Ein einfacher, gerader Abnäher wird, nach dem exakten Übertragen des Schnittmusters und die Markierung genau beachtend, auf der linken Seite des Stoffes, Knips auf Knips, von der breitesten Stelle zur Spitze hin schön auslaufend (damit der Abnäher nicht tütet) geschlossen und vernäht. Zeichne dir vorher eine Linie mit der Schneiderkreide ein, damit du nicht zu viel oder zu wenig abnähst und die Seitennaht schön gerade abschließt.
Damit du an der Spitze nicht verriegeln musst, kannst du den letzten Zentimeter mit ganz kleinem Stich nähen. Den Abnäherinhalt bügelst du nach oben.

Versäubere die Seiten- und Schulternähte des Vorderteils,...

... sowie auch die unteren Kanten des vorderen und hinteren Belegs.

Lege anschließend den vorderen Beleg rechts auf rechts auf das Vorderteil und nähe beides zusammen. Knipse die Rundungen etwas ein und schneide an der Spitze die Nahtzugaben richtig ein. Dadurch kann sich die Nahtzugabe beim verstürzen spreizen und der Beleg legt sich später wunderbar nach innen.

Hier siehst du ein Detailfoto, wie ich die Spitze eingeschnitten habe.

Anschließend werden die Nahtzugaben flachgesteppt. Diese Methode erleichtert nicht nur das finale Ausbügeln sondern bewirkt auch, dass der Beleg, wenn er nicht extra abgesteppt wird, sich automatisch nach innen legt und nicht hervorrollt. Nur der Beleg wird knapp Kante auf die Nahtzugaben gesteppt. Die Stepplinie ist dann nur von der linken Stoffinnenseite zu sehen, nicht aber von der rechten Seite.

Hier siehst du ein Detailfoto des flachgesteppten Belegs.

Das Vorderteil und die Hosenbeine werden verbunden, indem du beides rechts auf rechts aufeinander legst und durchsteppst. Achte auf deine Treffsicherheit von Abnäher und Falte. Versäubere die Nahtzugaben zusammen und bügle sie nach oben.

Weiter geht es mit dem Abnähen der Taillenabnäher vom Rückenteil. Ein einfacher, gerader Abnäher wird, nach dem exakten Übertragen des Schnittmusters und die Markierung genau beachtend, auf der linken Seite des Stoffes, Knips auf Knips, von der breitesten Stelle zur Spitze hin schön auslaufend (damit der Abnäher nicht tütet) geschlossen und vernäht. Zeichne dir vorher eine Linie mit der Schneiderkreide ein, damit du nicht zu viel oder zu wenig abnähst und die Seitennaht schön gerade abschließt.
Damit du an der Spitze nicht verriegeln musst, kannst du den letzten Zentimeter mit ganz kleinem Stich nähen. Den Abnäherinhalt bügelst du zur hinteren Mitte.

Auch im Rückenteil versäuberst du die Seiten-, bzw. Schulternähte der Rückenteile,...

... sowie die hinteren Hosenteile rundherum.

Bügle die Säume der vorderen und hinteren Hosenbeine um.

Lege die Falte in der hinteren Hose und sichere sie mit einer Hilfsnaht.

Das vorbereitete Rückenteil legst du nun rechts auf rechts auf ein Hosenbein und nähst beides zusammen. Achte auf das exakte Treffen der Abnäher mit der Falte. Versäubere die Nahtzugaben zusammen und bügle sie nach oben.

Schließe ein kleines Stück in der Gesäßnaht. Beginne ab dem Knips, welcher das Ende des Reißverschlusses aufzeigt und ende ca. 10cm weiter unten.

Hier siehst du ein Detailfoto der zum Teil geschlossenen Gesäßnaht.

Verarbeite nun den Nahtreißverschluss in der hinteren Mitte. Achte beim nähen darauf, dass die Taillenlinien direkt aufeinander treffen. Bügle den Reißverschluss auf der linken Stoffseite etwas aus.

Nimm dir nun die hinteren Belege vor, welche du bereits versäubert hast. Die kurze untere versäuberte Strecke bügelst du dir 1cm um. Lege anschließend den Beleg an den Reißverschluss und nähe ihn an der hinteren Mitte fest.

Hier siehst du ein Detailfoto der verarbeiteten Belege.

Anschließend werden die Nahtzugaben flachgesteppt. Diese Methode erleichtert nicht nur das finale Ausbügeln sondern bewirkt auch, dass der Beleg, wenn er nicht extra abgesteppt wird, sich automatisch nach innen legt und nicht hervorrollt. Nur der Beleg wird knapp Kante auf die Nahtzugaben gesteppt. Die Stepplinie ist dann nur von der linken Stoffinnenseite zu sehen, nicht aber von der rechten Seite.

Hier siehst du ein Detailfoto des flachgesteppten Belegs.

Steppe auch den Ausschnitt der Belege rechts auf rechts auf die beiden Rückenteile.

Anschließend werden die Nahtzugaben flachgesteppt. Diese Methode erleichtert nicht nur das finale Ausbügeln sondern bewirkt auch, dass der Beleg, wenn er nicht extra abgesteppt wird, sich automatisch nach innen legt und nicht hervorrollt. Nur der Beleg wird knapp Kante auf die Nahtzugaben gesteppt. Die Stepplinie ist dann nur von der linken Stoffinnenseite zu sehen, nicht aber von der rechten Seite.

Hier siehst du ein Detailfoto des flachgesteppten Belegs.

Sichere dir die gebügelte Strecke des Belegs an den Nahtzugaben der Taille mit einer Hilfsnaht.

Lege die Schultern rechts auf rechts aufeinander und steppe sie durch. Bügle die Nahtzugaben auseinander.

Bügle das Schrägband für das Armloch links auf links im Umbruch.

Im offenen Zustand ist das Armloch mit dem Schrägband am besten zu verarbeiten. Lege die Bänder rechts auf rechts an die Armlöcher und steppe alles durch. Verschneide die Nahtzugaben auf 0,7cm, damit diese später nicht hervor schauen.

Anschließend werden die Nahtzugaben flachgesteppt. Diese Methode erleichtert nicht nur das finale Ausbügeln sondern bewirkt auch, dass das Schrägband, wenn es nicht extra abgesteppt wird, sich automatisch nach innen legt und nicht hervorrollt. Nur das Band wird knapp Kante auf die Nahtzugaben gesteppt. Die Stepplinie ist dann nur von der linken Stoffinnenseite zu sehen, nicht aber von der rechten Seite.

Hier siehst du ein Detailfoto des flachgesteppten Schrägbands.

Schließe die Seitennähte rechts auf rechts und bügle die Nahtzugaben auseinander. Achte auf die Nahtzugaben im Schnitt.

Schließe die Innenbeinnaht rechts auf rechts und bügle die Nahtzugaben auseinander.

Anschließend nähst du die restliche Gesäßnaht rechts auf rechts zu.

Bügle das Schrägband nach innen um und nähe eine steppfußbreite Naht im Armloch. 

Sichere dir den gebügelten Saum knapp Kante.

Auch den Beleg fixierst du mit einer Hilfsnaht an der Schulter. 

Nimm dir abschließend noch den Gürtel vor und steppe die untere Naht rechts auf rechts. Denke an eine 2-5cm große Öffnung zum späteren Wenden des Gürtels.

Bügle die Nahtzugaben auseinander. Dafür kannst du dir ein flaches Stück Holz oder auch einen Kochlöffel zur Hilfe nehmen.

Nähe anschließend die kurzen Strecken des Gürtels rechts auf rechts aufeinander.

Hier siehst du ein Detailfoto des verarbeiteten Gürtels.

Wende den Gürtel auf rechts durch die kleine Öffnung und bügle alles flach. Schließe die Öffnung mit einer Naht knapp Kante.

Für die Verarbeitung der Gürtelschlaufen haben wir hier ein Video für dich.

Fertig ist deine ULANI!

Wenn du mal nicht weiter weißt, oder falls du Fragen hast, melde dich gern per Email unter info@schnittmuster-berlin.de.

Wir antworten dir so schnell wie möglich.

Hab ganz viel Freude mit deinem neuen Designerstück!

Herzlichst deine Dagmar und Ellen.

 

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